Montag, 29. April 2013

Das war es, Rosine!



Erbärmlich, Rosine, wirklich erbärmlich! Das Projekt „BLOG“ ist nach nur drei, respektive vier Beiträgen gescheitert!

Tut mir leid! Wirklich! Es ist ja nicht so, dass ich keine begnadeten Ideen hätte! Was habe ich doch für spektakuläre Posts in der letzten Zeit geschrieben! Titel gefällig? Bitteschön! Hier!
-         Dichter und Denker, Rosine? (Ein kurzer Abriss der letzten beiden Jahrhunderte und wie aus uns Deutschen ein Volk der Neider und Nörgler wurde)
-         Danke!, sagt Rosine (Ein Plädoyer für mehr Freundlichkeit und Anerkennung anhand eines alltäglich Beispiels in einem Discounter mit vier Buchstaben und der weltbesten Kassiererin)
-         ...

Den Blogger Literatur- und Philosophie-Preis hatte ich schon in der Tasche! Fast. Es fehlte oft noch der letzte Satz, hie und da hätte noch etwas an der Formatierung geändert werden müssen oder ich hätte  ein paar Namen korrigieren müssen, um nicht verklagt zu werden. Aber habe ich es zu Ende gebracht?

Schäm dich, Rosine!

Ja, ich gebe es zu. Mir fehlt es an Ehrgeiz, Zeit, Konsequenz und meine Keksvorräte stehen zu weit vom PC entfernt.

Mein Respekt gehört den täglich Bloggern und Bloggerinnen. Natürlich weiß ich, dass die ihre Kinder, den Haushalt, ihre Tiere, den Ehepartner und ihre gesellschaftlichen Verpflichtungen gnadenlos vernachlässigen. Aber sie sind konsequent! Alle Achtung! In Gegensatz zu mir.

Ich habe übrigens keine Kinder. Auch keine Haustiere. Nicht mal Silberfischchen. Und mein Westernkaktus ist mir letzte Woche eingetrocknet. Und weil ich auch keine Zeit habe, um nachzuschauen, wie ich meinen Blog und meinen Account für immer aus den unendlichen Weiten des Internets löschen kann, bleibt das vorerst alles so stehen.

Rosine
(die ihren Fokus jetzt wieder darauf richtet, die echte Welt zu retten)

Mittwoch, 20. März 2013

Warum nur, Rosine?

Ich weiß es nicht.

Ich mache keine Werbung für dieses Blog/diesen Blog. Ich verlinke es/ihn nicht. Ich habe keine Ahnung, ob außer mir jemals jemand das hier lesen wird. Aber das ist doch schon mal spannend. Mein Leben ist nämlich nicht besonders aufregend.

Ich weiß, dass viele Leute es tun. Das Bloggen. Sie wollen sich mitteilen, sich zeigen, sie wollen Rückmeldung, Lob und Anerkennung (okay, mitunter suchen sie auch Streit), sie wollen oft auch etwas verkaufen.
Ich will nichts davon. Glaube ich zumindest. Der Entschluss dieses Blog/diesen Blog zu erstellen, war spontan. Sehr spontan. Hier gibt es kein bestimmtes Motto, hier wird es keine Fotos geben und nur wenig Privates über Rosine.
Vielleicht wird es manchmal lustig und spritzig, mitunter nachdenklich, eventuell auch traurig. Oder es gibt gähnende Langeweile. Das kann ich nämlich auch.

Ich bin neugierig. Mal sehen, was daraus wird.

Willkommen in der Bloggerwelt, liebe Rosine!!

Festhalten.
Jetzt ist es mir doch eingefallen. Ich glaube, ich beginne den Blog deswegen, um etwas festzuhalten.

Vielleicht auch, um mich festzuhalten.

Rosine 

Montag, 11. März 2013

Rosine liest einen Krimi


Krimis. Ich lese keine Krimis. Aber ich habe es versucht. Mehrmals sogar. Doch es hat mich immer so erschüttert, weswegen ich es nach ein paar Versuchen gelassen habe.

Ihr wollt wissen, was passiert ist? Zuviel nägelkauende Spannung? Bin ich etwa zu zart besaitet?
Mitnichten! Ich erwartete doch tatsächlich eine kriminalistische Handlung. Aber was ich bekommen hatte, war eher kriminell. Ein paar Leichen hätten mich nicht gestört, genauso wenig wie eine ordentlich lange Liste mit Verdächtigen.
Aber was hat man mir stattdessen serviert? Das verkorkste Seelenleben wahlweise eines Mittdreißigers, eines Mittvierzigers oder eines Mittfünfzigers. Als ob das einen Unterschied machen würde! Gleichnisse aus der Welt der Opern gab es ebenfalls dazu und sehr beliebt waren auch Textstellen aus Rocksongs. Nicht zu vergessen, die Zitate aus Büchern. Anspruchsvolle Bücher, bei denen ich mich dann immer selbstquälerisch fragen musste: Habe ich die überhaupt gelesen? Und natürlich Kochrezepte.
Ja, vor allem die Kochrezepte haben es mir angetan! Der unrasierte, geschiedene oder getrennt lebende Detektiv kocht nämlich gerne asiatisch, genauer nordvietnamesisch. Oder war es südafrikanisch? Und ich muss dabei sein. Mindestens dreieinhalb Seiten lang. Ich bin dabei, wenn er die Zutaten mit unaussprechlichen Namen aus dem Kühlschrank holt, erfreue mich bei der Vorstellung, wie er die Eingeweide aus einem toten Tier kratzt und ich weiß jetzt, mit welchen Gewürzen man sparsam umgehen muss. An einem Dr. Oetker Kochbuch hätte ich wahrhaftig mehr Freude gehabt. Aber auch so kann man die Seiten eines Buches füllen. Den Täter und das Motiv gab es übrigens gleich auf Seite zwei.
Ab und zu darf der Detektiv oder Kommissar natürlich auch vö(...). Aber es erfüllt ihn nicht wirklich. Mich auch nicht. Frauenverachter Sherlock Holmes und sogar eine Miss Marple verströmen mehr animalische Anziehungskraft als diese farblosen, jammerläppischen Durchschnittstypen. Beziehungsprobleme und Hähnchen süß-sauer verleihen noch lange keine Persönlichkeit.
Ich werde ein paar Jahre warten, bis ich meinen nächsten Krimi lese. Vielleicht habe ich ja Glück und man besinnt sich auf die Tugenden des guten alten Kriminalromans. Straftat, Spannung, Auflösung. Und das alles mit einem Helden der Charisma hat, Witz und der von mir aus auch gerne ein wenig chauvinistisch sein darf. Bis dahin versuche ich es mit den Liebesromanen. Und wenn mir dabei wieder ein paar Kochrezepte begegnen, warum nicht? Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen.

Rosine

Rosine hat was zu sagen.

Rosine, das bin ich. In meinem Kopf purzeln ganz oft viele kluge Dinge herum. Manchmal sage ich sie laut. Manchmal besser nicht. Und manchmal ärgere ich mich hinterher darüber, dass ich sie nicht laut gesagt habe.

Also wird dies hier der Versuch, solche klugen Dinge wenigstens aufzuschreiben. Und auch die weniger klugen Dinge.
Alle ist in Ordnung.

Es grüßt
Rosine